Sachsen-Anhalt unterstützt Firmen bei der betrieblichen Weiterbildung

Im Januar geht ein neues Förderprogramm zur Unterstützung von Betrieben bei der Weiterbildung und Personalentwicklung an den Start. Zugleich wird erstmals im Land der beste Arbeitgeber gesucht. Arbeitsminister Norbert Bischoff stellte am Dienstag im Kabinett die Eckpunkte für das Weiterbildungsprogramm sowie Kriterien für den Wettbewerb vor, der von dem international tätigen Forschungs- und Beratungsinstitut "Great Place to Work" veranstaltet wird.

Das Programm "Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB" will erstens betriebliche Qualifizierungen von Beschäftigten fördern und zweitens Unternehmen ermutigen, sich in Fragen eines modernen und mitarbeiterfreundlichen Personal- und Organisationsmanagements auch extern beraten zu lassen und dabei vor allem neue Wege nicht zu scheuen. Gemeinsam mit dem bereits im Herbst gestarteten Programm "Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG DIREKT", das Beschäftigte bei der arbeitgeberunabhängigen, individuellen Weiterbildung fördert, soll erreicht werden, dass sich Unternehmen wie Beschäftigte im und für den Wettbewerb dauerhaft fit halten. Rund 70 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds hat das Land dafür für die Zeit bis 2020 reserviert. Umgesetzt werden die Weiterbildungsprogramme von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Arbeitsminister Norbert Bischoff sagte: "Der Wettbewerb wird über die Köpfe entschieden. Unternehmen, die ihre Mitarbeiterschaft motivieren und qualifizieren, haben die Nase vorn. Beschäftigte, die sich auch selbst kümmern und ihr Wissen und Können erweitern, sind auf dem Arbeitsmarkt erste Wahl." Der Minister äußerte sich zuversichtlich, dass Unternehmen wie Beschäftigte die neuen Landesprogramme offensiv nutzen werden. Das Antrags- und Nachweisverfahren ist gegenüber dem Vorgängerprogramm vereinfacht worden, was die Attraktivität steigern soll. Zudem können erstmals auch Auszubildende gefördert werden, die sich über ihre Lehre hinaus bereits Zusatzqualifikationen aneignen. Bischoff: "Ich bin zuversichtlich, dass ich von den 70 Millionen Euro Ende 2020 keinen Euro mehr im Topf habe." Gut 20.000 betriebliche und individuelle Weiterbildungen könnten finanziert werden.

Die Eckpunkten des Programms "Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB" finden Sie hier.




Quelle: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung 743/2015 vom 22.12.2015

 



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