Europäische Kommission - Pressemitteilung

Brüssel, 1 Juni 2012 - Heute veröffentlicht die Kommission einen Bericht über die Entwicklungen in den Bereichen Einwanderung und Asyl im Jahr 2011, begleitet von einem Eurobarometer zur Einstellung der europäischen Bürger zu grenzübergreifender Mobilität, Migration und Sicherheit. Der Umfrage zufolge finden acht von zehn Europäern, dass die Mitgliedstaaten der EU Bedürftigen Schutz und Asyl gewähren sollten und dass es europaweit einheitliche Vorschriften für die Aufnahme von Asylbewerbern geben sollte. Für eine große Mehrheit der Europäer (67 %) ist es wichtig, ohne interne Grenzkontrollen innerhalb der EU reisen zu können. In der EU halten sich etwa 20,2 Millionen Drittstaatsangehörige auf. Dies entspricht 4 % der gesamten EU-Bevölkerung (502,5 Millionen) und 9,4 % der geschätzten 214 Millionen Migranten weltweit. 2011 wurde etwa 343 000 Personen die Einreise in die EU verweigert, was gegenüber 2010 einen Rückgang um 13 % bedeutet. Im gleichen Jahr wurden rund 468 500 Personen aufgegriffen (weniger als 2010, als diese Zahl bei rund 505 000 lag). Rund 190 000 Drittstaatsangehörige (15 % weniger als 2010) wurden aus Mitgliedstaaten in ihr Land zurückgeführt. 2011 wurden in den EU-Mitgliedstaaten über 302 000 Asylanträge gestellt, was im Vergleich zu 2010 einen erheblichen Anstieg um 16,2 % darstellt. Allerdings bleibt diese Zahl weit unter dem Spitzenwert von 425 000 Anträgen im Jahr 2001. 2011 wurden etwa 12,7 Millionen Schengen-Visa ausgestellt, mehrheitlich in der Russischen Föderation (40,7 %), gefolgt von der Ukraine (8,7 %), China (8,1 %) und der Türkei (4,7 %).

Zurück